Lehrtätigkeit

@@Vom 13.-17. Juni 2017[++ gebe ich einen Meisterkurs im Rahmen meines Förderprojektes FORUM JUNGER SOLISTEN für hochbegabte junge Pianisten im Vereinshaus Fraulautern.

@@Vom 02.-07. Januar 2017[++ gebe ich einen Meisterkurs im Rahmen meines Förderprojektes FORUM JUNGER SOLISTEN für hochbegabte junge Pianisten im Vereinshaus Fraulautern. (bereits ausgebucht!)

@@Vom 15.-18. August 2016[++ gebe ich einen Meisterkurs im Rahmen des Festival International de Musique de Dinard (bereits ausgebucht!)

@@Vom 02.-07. Januar 2016[++ gebe ich einen Meisterkurs im Rahmen meines Förderprojektes FORUM JUNGER SOLISTEN für hochbegabte junge Pianisten im Vereinshaus Fraulautern. (bereits ausgebucht!)

@@im Rahmen meiner Konzertreise nach Kanada[++gebe ich im Februar 2015 einen Meisterkurs an der University of Alberta in Edmonton]

Vom 22.-23. März 2014 gebe ich einen Meisterkurs für den Tonkünstlerverband Bayern im Gasteig München (Philharmonie), der sich besonders an alle jungen Pianisten wendet, die ein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München in Erwägung ziehen und wichtige künstlerische Anregungen für ihr Programm erwarten. Für nähere Informationen können Sie sich entweder direkt an den Bayrischen Tonkünstlerverband wenden, oder senden Sie eine e-mail an wolfram@schmitt-leonardy.de

Vom 05.-09. Mai 2014 gebe ich einen Meisterkurs im Yamaha Center Paris. Für nähere Informationen senden Sie eine e-mail an wolfram@schmitt-leonardy.de

Da ich zeitweise in meiner eigenen Studienzeit (und später in meiner Arbeit mit Studenten) feststellen musste, dass es unter den Klavierpädagogen auch ein paar "schwarze Schafe" gibt, die meiner Ansicht nach ihren Studenten keine Hilfe sind, möchte ich hier einige Gedanken zu einer verantwortungsvollen Arbeit eines Pädagogen äußern:

Die Ausbildung und Pflege des musikalischen Gehörs ist eine der zentralen Aufgaben, denen sich ein gewissenhafter Lehrer zusammen mit seinen Studenten widmen sollte. Ein geschultes Gehör, ich betone, ein geschultes Gehör und nicht bloß die Fähigkeit Tonhöhen absolut zu erkennen –schließlich ist man auch noch lange kein begnadeter Maler, wenn man seinen Pinsel treffsicher in die richtige Farbe auf der Palette taucht- ist für eine effektive Arbeit am Instrument unerlässlich, denn nur wer richtig hört, ist auch in der Lage Schwächen und Fehler zu erkennen, sie zu beseitigen und an sich zu arbeiten. Fehler sind in diesem Zusammenhang natürlich nicht nur falsche Noten, sondern auch falscher, oder unkontrollierter Gebrauch von "Farben", unscharfe Artikulation, fehlende (Logik in der) Phrasierung, schlechte Balance der Stimmen, falscher Pedaleinsatz, rhythmische Ungenauigkeiten und ebenso und insbesondere auch emotionale Halbherzigkeiten. Die Liste könnte um viele weitere Punkte erweitert werden, ich denke aber, dass mein Anliegen hier klar geworden ist.

Besondere Bedeutung ist natürlich auch der Förderung der musikalischen Vorstellungskraft des Schülers und seiner persönlichen Idee, das Werk betreffend beizumessen.

Eine klare Vorstellung des Werks ist Bedingung für eine gewinnbringende Arbeit. Je präziser die musikalische Vorstellung ist, umso genauer bestimmt sie auch die Mittel, die nötig sind um sie zu erreichen, und je reichhaltiger die Mittel sind, umso vielfältiger werden die musikalischen Möglichkeiten.

Je stärker der Wille zum Ausdruck ist, umso größer ist natürlich auch die Freude an der Arbeit und der daraus resultierende Erfolg. Großer Gestaltungswille eines Schülers, ohne stilistische Kenntnisse und Disziplin können allerdings auch eine ständige Gefahr sein. Es gibt Pädagogen, die in solch einem Fall jede individuelle Äußerung des Schülers erst einmal unterbinden, um ihn dann allmählich über Nachahmung zu einer stilistisch "tadellosen" Interpretation zu führen. Das ist sicher ein diskutabler Ansatz, allerdings habe ich damit schon einige viel versprechende Talente scheitern sehen, weil sie die Lust am "Musik machen" und das Vertrauen in sich selbst verloren haben. Besonders sensiblen Persönlichkeiten mangelt es manchmal an Mut und Selbstvertrauen ihre Ideen bei Kritik nicht sofort über Bord zu werfen. Sie können von einem allzu selbstherrlichen Pädagogen leicht gebrochen werden.

Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen können solch einem Schüler auch Stilkenntnisse und das nötige technische Rüstzeug vermittelt werden, ohne seinen Willen zu brechen. Und nur so wird er in der Lage sein, sich irgendwann von seinem Lehrer zu lösen und künstlerisch eigenständig zu werden.

GEDANKEN ZUR TEXTTREUE:

Unser heutiges Wissen über die Werke, historische Instrumente und deren stilistisch sicherer Gebrauch, die gesellschaftliche, politische und persönliche Situation der Komponisten sollte uns eigentlich erlauben, sehr viel tiefer in ihre Gedankenwelt einzudringen, als dies den Musikern der 19.Jahrhundertwende –von deren Interpretationen wir glücklicherweise bereits Tonaufnahmen besitzen- möglich war. Und dennoch beschleicht mich immer wieder das Gefühl, dass uns diese Musiker in einem Punkt voraus waren:

Ein ernsthafter Musiker wird versuchen unser heutiges Wissen in seine Interpretationen einfließen zu lassen, also den Text der Komponisten nach bestem Wissen und Gewissen zu dechiffrieren und ihn mit Hilfe der ihm eigenen Persönlichkeit zu neuem Leben zu erwecken.

Leider wird die Texttreue für einige Musiker zur Religion der Kerzenklammerei und des blinden Gehorsams. Für sie haben Spielanweisungen wie ein piano, staccato, Artikulationsbögen, oder ein Akzent die gleiche einschränkende Wirkung, wie Verbotsschilder im Straßenverkehr. Vor lauter Korrektheit (und im besten Falle noch Ehrfurcht vor dem Werk) vergessen sie, dass z.B. „piano“ sehr viel mehr, als leise und/oder sanft bedeuten kann. Sie denken nicht mehr darüber nach, ob es ein zärtliches, oder trauriges, ein friedliches, oder mysteriöses, ein brodelndes, oder glücklich strahlendes piano ist und in welchem Zusammenhang des Stückes es steht.

Ein guter Schauspieler käme sicher niemals auf die Idee, die fehlerfreie, perfekte Aussprache seines Textes über die emotionale, psychologische und philosophische Ausdeutung seines Inhaltes zu stellen.

Ich möchte keinesfalls Musiker verurteilen, die gewissenhaft alle vorhandenen Informationen zu rate ziehen und um den Inhalt des Textes ringen, sondern diejenigen, die glauben, dass sie schon alles getan haben, wenn sie das befolgen, was andere bereits gesagt, getan, oder gedacht haben. Hier fängt die künstlerische Arbeit erst an. Es braucht immer die Seele und das „Innerste“ eines Menschen um ein Werk in seiner Ganzheit zu erfassen, oder wenigstens zu erahnen. Wichtiger noch als die Treue zum Werk erscheint mir in diesem Zusammenhang die Liebe zum Werk. Man kann auch einem Menschen, oder einer Idee treu sein, ohne ihn/sie wirklich zu lieben. Wer aber aufrichtig liebt, wird ohnehin nicht anders können und wollen, als treu zu sein.